Kreditberechnung

Oft gefragt „wie erfolgt eine Kreditberechnung?“ – ein Kredit kann grundsätzlich mit einem festen oder variablen Zinssatz ausgestattet sein. Variable Zinssätze sind bei den meisten Ratenkrediten die Ausnahme, das überwiegend angewandte Prinzip, auch bei Baudarlehen, ist ein Annuitätendarlehen. Hierbei wird bei festem Zinssatz der Kredit in gleichbleibenden Raten getilgt. Bei jeglicher Art von Kreditgeschäften ist eine seriöse und korrekte Kreditberechnung für den Kunden das „A und O“, um genaustens über die Leistungen und Kosten des Kreditangebots bescheid zu wissen, die Angebote vergleichen und letztlich das besten Kredit Angebot auswählen zu können.

Kreditberechnung – die wichtigsten Berechnungsgrundlagen für einen Kredit

Um den Kredit zu berechnen, werden der Nominalbetrag (ausgezahlte Kreditsumme), die Laufzeit, die Nominalzinsen und die Gebühren benötigt. Die Gebühren können auf den Nominalbetrag aufgeschlagen werden, nicht jedoch eine zusätzliche Kreditausfallversicherung. Das ist zu beachten, da diese Versicherung den Kredit verteuert, aber nicht in den effektiven Jahreszins mit einfließt. Das erschwert die Vergleichbarkeit von Krediten, Verbraucherschützer beklagen dies. Eine andere Variante ist jedoch kaum denkbar, weil die Kreditausfallversicherung der Entscheidung des Kreditnehmers obliegt, während die Nominalzinsen und die Gebühren konstant sind. Aus diesen genannten Komponenten errechnet sich eine monatliche Kreditrate. Hierbei ist zu beachten, dass der effektive Jahreszins höher liegt als der Nominalzins, und zwar aus zwei Gründen:

1.) Es fließen bankübliche Gebühren mit ein, sofern rechtlich ok

2.) Der effektive Jahreszins errechnet sich in Abhängigkeit von der Laufzeit des Kredites

Es werden die Zinsen jeweils auf die noch ausstehende Kreditsumme berechnet. Je kleiner die Raten ausfallen und je länger dadurch die Tilgung dauert, desto höher fällt die am Ende eines Zinsintervalls noch ausstehende Summe aus, auf die jeweils die Restzinsen berechnet werden. Daher steigt der effektive Jahreszins proportional mit der Laufzeit eines Kredites.

Das Annuitätendarlehen

Wenn Ratenkredite als Annuitätendarlehen – wie meist üblich – ausgestaltet werden, bleiben die Raten gleich, wobei die Tilgung im Verlaufe der Rückzahlung steigt, der Zinsanteil sinkt. Bei Immobiliendarlehen wird in der Regel ein anfänglicher Tilgungsanteil von 1 bis 1,5 Prozent gewählt, dieser Anteil steigt kontinuierlich bis (theoretisch) 100 Prozent in der letzten Rate. Der Zinsanteil der Rate beträgt anfänglich 99 Prozent und sinkt auf 0 Prozent in der letzten Rate. Diese Gestaltung hat den Vorteil der gleichmäßigen Ratenbelastung für den Kreditnehmer und damit der ausgezeichneten Kalkulierbarkeit des Kredites.